Der Maschinenring Zuger Berggebiet

Der Maschinenring ist eine Selbsthilfeorganisation und fördert die überbetriebliche Zusammenarbeit mit land- und forstwirtschaftlichen Maschinen. Der Maschinenring vermittelt die Arbeitseinsätze zwischen seinen Kunden (Auftragnehmer und Auftraggeber); er besitzt selber keine Maschinen! Der Maschinenring vermittelt auch kommunale Arbeiten und Personal für Temporäreinsätze. Den ersten Maschinenring gründete Dr. Erich Geiersberger 1958 in Bayern. Diese Organisationsform ist vor allem in Deutschland und Österreich flächendeckend und der Schweiz regional verbreitet. Nach anfänglich durchwegs lokal und ehrenamtlich geführten Vereinen mit Geschäftsstellen, die vielfach an mangelnder Zeit und Professionalität scheitern, setzten sich nun mehr und mehr überregionale Organisationen durch, die dann auch den Umsatz erwirtschaften, die Geschäftsführung im Teil- oder Vollerwerbsbereich zu beschäftigen. 

 Eine Gruppe Menzinger und Neuheimer Jungbauern besuchte im Herbst 1988 erstmals Betriebe mit Flachsilos im Voralberg und liess sich dort auch gleich von der Idee des Maschinenrings begeistern. Die Vorbereitung der Vereinsgründung und die Suche nach weiteren Interessenten erfolgten aus Eigeninitiative. 

Am 4. März 1989 wurde der Maschinenring Zuger Berggebiet mit 13 Mitgliedern gegründet. 

Im Frühjahr 1989 wurden die ersten drei Traunsteiner Flachsilos mit Eigenleistungen erstellt. Die vier Vorstandsmitglieder Daniel Schillig, Franz Abächerli, Peter Hegglin und Franz Keiser stellten ihre Betriebe auf das überbetrieblich organisierte Flachsilosystem um. Überflüssige Maschinen wurden verkauft und jeder Betrieb spezialisierte sich auf einzelne Arbeiten der Silierkette. Dass drei Betriebe ihre gesamte Fläche des ersten Schnittes an einem Tag miteinander silierten, war damals etwas Besonderes. In den ersten beiden Jahren gab es beim silieren in die Flachsilos manchmal mehr Zuschauer als Arbeiter.