20 Jahren Maschinenring Ostschweiz

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    Vor 20 Jahren war Hansruedi Osterwalder verantwortlich für die Gründung der Maschinenring Ostschweiz AG, damals noch MBR Thurgau AG. Heute ist der Maschinenring ein führendes Dienstleistungsunternehmen im ländlichen Raum. Zum Jubiläum beantwortete er bei uns im Büro ein paar Fragen.


    MR: 20 Jahre Maschinenring Ostschweiz AG: Was kommt Ihnen zuerst in den Sinn, wenn Sie an Ihre damalige Zeit beim Maschinenring zurückdenken?

    Osterwalder: Das ist schon so lange her. Eine arbeitsintensive Zeit - natürlich mit vielen Höhen und Tiefen verbunden.

    MR: Sie waren Präsident und später Geschäftsführer beim Maschinenring Ostschweiz. Was waren Ihre grössten Erfolge und Misserfolge?

     Osterwalder: Als grössten Erfolg werte ich die Gründung der MBR Thurgau AG im August 1999. Auch, dass ich Fabian Brühwiler (seit 12 Jahren Geschäftsführer) und Christian Wolf (seit 12 Jahren Verwaltungsratspräsident) einstellen durfte.

    Der grösste finanzielle Misserfolg war wohl die Sparte Maschinenvermietung und ein bis zwei personelle Fehlentscheidungen.

    MR: Wie entstand die Idee den Verein MBR Thurgau zu gründen?

    Osterwalder: 1994 wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, um die Rahmenbedingungen für die Thurgauer Bauern zu verbessern. Als die grössten Problemfelder galten die überbetriebliche Zusammenarbeit und die Betriebshilfe. Jeder Landwirtschaftsbetrieb sollte bei Bedarf eine Aushilfe, Ferienablösung oder einen stellvertretenden Betriebsleiter anfordern können. Zu Beginn war der Maschinenring ein Teil des Verbands Thurgauer Landwirtschaft, der sich diesen Themen annahm, jedoch mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen hatte. Daher wurde die Gründung einer AG erforderlich.

    MR: Welches Tätigkeitsfeld des Maschinenrings hat Sie damals am meisten begeistert?

    Osterwalder: Die Solar-Sparte war von Beginn an sehr interessant und wurde zu einer grossen Erfolgsgeschichte. Und auch der Zuckerrübenschnitzelverkauf, der bis heute ein wichtiger Geschäftszweig darstellt.

    MR: Wie viele Mitarbeiter waren zu Beginn beim Maschinenring beschäftigt?

    Osterwalder: Bei der Gründung der AG waren Christina Blatter und ich die einzigen in unserem Büro mit nur einem Raum. Wir hatten ausser ein paar Couverts und einer Buchhaltungs-Software nichts. Sogar die Kugelschreiber mussten wir von zu Hause mitbringen. Wir haben mit nichts angefangen.

    MR: Christina Blatter ist inzwischen 20 Jahre beim Maschinenring Ostschweiz. Hätten Sie damals gedacht, dass sie dort so lange angestellt sein wird?

    Osterwalder: Christina Blatter hat damals mit einer 40%-Stelle angefangen und perfekt zu uns gepasst. Als ehemalige Bankangestellte hat sie die Finanzen bis heute im Griff.

    MR: War es aus Ihrer Sicht abzusehen, dass der Maschinenring so gross und erfolgreich wird?

    Osterwalder: Eine Gemeinschaft wie der Maschinenring ist immer stärker als Einzelne. Wenn die Verantwortlichen schauen, dass die Mitarbeiter an einem Strang in dieselbe Richtung ziehen. Das wird auch in Zukunft die grösste Herausforderung sein: Mitarbeiter zu finden, die im Team funktionieren und dazu beitragen wollen, dass der ländliche Raum ein aktiver und attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum bleibt.

    MR: Was wünschen Sie Fabian Brühwiler für seine Zukunft beim Maschinenring Ostschweiz?

    Osterwalder: Fabian ist ein Glücksfall. Er soll bleiben und seinen Job gut machen (lacht). Und weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen und ein gutes Gespür für die Bedürfnisse der Landwirtschaftsbetriebe.