Der Maschinenring Ostschweiz-Liechtenstein

Aus der Berghilfe Zeitung, November 2013

Die drei "nebenbei" geführten Maschinenringe Rheintal, Werdenberg-Liechtenstein und Toggenburg beschlossen vor zwei Jahren, sich zum Maschinenring Ostschweiz-Liechtenstein zusammenzuschliessen. So sollten die Kosten im Maschinenbereich gesenkt und die gefragten Dienstleistungen garantiert werden. Mit Mirjam Stauffacher wurde eine Geschäftsführerin eingestellt. "Um zu überleben muss der Maschinenring innerhalb von drei Jahren selbsttragend werden" erklärt sie. "Weil wir scharf kalkulieren und uns die Schweizer Berghilfe eine Starthilfe gewährt hat, könnten wir dieses Ziel erreichen." Landwirte, die Maschinen mieten und sich für Arbeiten mit ihren Maschinen zur Verfügung stellen oder Personal für kurzfristige Einsätze brauchen, sind die grösste Kundengruppe des Maschinenrings. 

Aus dem Tagblatt, 12. Mai 2011

Vor 19 Jahren wurde im Grabser "Schäfli" der Maschinenring Werdenberg-Liechtenstein gegründet - Präsident war und ist der Buchser Landwirt Ruedi Senn. "Gemeinsam und in einer gewissen Grösse sind wir noch stärker, ein Zusammenschluss ist der einzige richtige Weg" sagt Senn an der Gründungsversammlung des Ostschweizer Maschinenrings.

Die Vorstände der drei Maschinenringe Rheintal, Werdenberg-Liechtenstein und Toggenburg haben vorgespurt, die Vereinsmitglieder dem Zusammenschluss bereits zugestimmt. 

Tagespräsident Paul Nüesch (Widnau) hatte leichtes Spiel, zusammen mit dem designierten Geschäftsführer Ueli Sturzenegger und dem neuen Präsidenten Manfred Baumgartner (Kriessern) den neuen Maschinenring definitiv zusammenzuschweissen.

Sturzenegger betonte, dass die Ressourcen zukünftig noch besser genutzt werden können, die Vermittlung und Koordination des bestehenden Maschinenparks - der Maschinenring besitzt keine eigenen Maschinen, nur die Landwirte - effizienter vonstatten gehen wird, ebenso die Vermittlung von Personal.

2027 Landwirtschaftsbetriebe gibt es in den drei Regionen - reichlich Potenzial für den Maschinenring Ostschweiz-Liechtenstein, der für neue Mitglieder offen ist. Präsident Manfred Baumgartner will künftig auch die Vermittlung von Haushaltshilfen, Naturschutzarbeiten, Garten- und Baumpflege, Unterhaltsarbeiten und die Schneeräumung zum Angebotsbereich des Maschinenrings machen. Das Gleiche gilt für die Aus- und Weiterbildung, aber auch die Beratung im technischen Bereich sowie in der Betriebsoptimierung. "Die Zusammenarbeit mit Landwirtschaftlichen Schulen ist dabei unabdingbar", sagt Baumgartner. 

Der Zusammenschluss freut auch den Präsidenten des nationalen Bauernverbandes, SVP-Nationalrat Hansjörg Walter. Die Landwirtschaft komme immer mehr unter Druck, die Produzentenpreise seien infolge der weiteren Grenzöffnung und des Preiskampfes im Detailhandel weiter am Trudeln. Der überbetriebliche Einsatz von Maschinen und Personal gerade über Maschinenringe helfe, Produktionskosten tief zu halten und damit die Einkommenssituation zu verbessern.